Christoph Strässer

30.10.2006

„Unentschuldbares Verhalten und Verrohung durch Krieg.“

„Dieses Verhalten ist unentschuldbar und zugleich in seinen möglichen Folgen brandgefährlich für die in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten“, erklärte der münsteraner SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer, der auch Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD Bundestagsfraktion ist. „Die Schändung von Toten verstößt nicht nur gegen die religiösen Gefühle und die Menschenwürde von Muslimen, sondern ist auch in unserer Kultur eine Ungeheuerlichkeit.“ Strässer beließ es aber nicht bei der Verurteilung der seit einigen Tagen bekannt gewordenen Handlungen von Bundeswehrsoldaten, sondern mahnte, „diese Bilder sind in einem Land im Krieg entstanden, sie sind auch Ergebnis von Krieg und Sinnbilder für die Verrohung des Menschen durch Krieg. Daran dürfen wir uns niemals gewöhnen.“ Strässer verlangte eine konsequente juristische Verfolgung der Schuldigen. Der SPD Bundestagsabgeordnete unterstrich zugleich, dass es nicht um eine Pauschalverurteilung der Bundeswehr und der Einsätze auch im Ausland gehen könne und betonte den Vorrang von zivilen Konflitlösungsstrategien vor militärischen Einsätzen.