Christoph Strässer

10.06.2006

Strässer reist in Krisenregion

Die Situation der Kindersoldaten in Uganda und die humanitäre Lage im Sudan nach den Friedensverträgen von Naivasha (Nord-Südkonflikt) und Abuja (Darfur-Konflikt) stehen im Mittelpunkt einer Delegationsreise des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages vom 10. – 18. Juni 2006, die vom münsterschen Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer (SPD) geleitet wird. Strässer, Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion, wird in Khartum mit Vertretern der Internationalen Staatenge-meinschaft, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und der sudanesischen Regierung zusammentreffen. Die Delegation wird in der Region Darfur das Flüchtlingslager Abu Shok besuchen, dort Gespräche mit Betroffenen, NROs, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk führen, um sich ein Bild von der aktuellen humanitären Lage zu machen. Die Entwicklung im Südsudan steht im Vordergrund von Gesprächen mit Vertretern von Regierung und Zivilgesellschaft in Juba. In Norduganda wird sich die Delegation über die Auswirkungen der Aktivitäten der LRA (Lord’s Resistance Army) unterrichten lassen sowie eine Einrichtung zur Betreu-ung ehemaliger Kindersoldaten und eine Unterkunft „nachtwandernder Kinder“ besu-chen. Geplant ist ferner ein Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in der Region Kit-gum. In Kampala stehen Gespräche mit Präsident Museveni, Vertretern der Regie-rung, der Zivilgesellschaft und von NROs auf der Agenda. Dabei geht es vor allem um die humanitäre und menschenrechtliche Lage sowie die Entwicklung nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom Februar 2006.