Christoph Strässer

27.04.2006

Berufsziel Politikerin?

Wibke Hagemann, Schülerin aus Münster besucht am Donnerstag, dem 27. April, die SPD-Bundestagsfraktion in Berlin. Anlass für die Einladung ist der Girls´ Day 2006. Insgesamt 40 Schülerinnen aus der ganzen Bundesrepublik werden gemeinsam Gelegenheit haben, den Bundestag von innen kennen zu lernen. Am Girls´ Day öffnen Unternehmen und Organisationen in ganz Deutschland einen Tag lang ihre Tore, um Mädchen Einblick in spannende Berufsbereiche zu ermöglichen. Denn Mädchen und junge Frauen entscheiden sich bei der Berufswahl noch immer meist für die sogenannten „typischen Frauenberufe“. Damit lassen sie sich viele Chancen entgehen. Der Girls´ Day zeigt seit 2001, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten sind. „Auch wenn es inzwischen mehr Frauen in hohen politischen Ämtern gibt – die Männer sind immer noch deutlich in der Überzahl. Wir brauchen mehr Frauen in der Politik und in der Politikberatung. Deshalb beteiligt sich meine Fraktion am Girls´ Day“, erklärt der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer. Das Programm für die Mädchen kann sich sehen lassen. Im Mittelpunkt steht ein Planspiel, das den Mädchen den Weg durch die Gesetzgebung weist. Sie lernen, wie man einen Gesetzentwurf einbringt, wer noch Änderungen vornehmen kann und wie ein Gesetz letztlich verabschiedet wird und in Kraft tritt. Selbstverständlich darf dabei eine interessante und spannende Debatte über den besten Weg nicht fehlen – genau wie in der richtigen Politik. Daneben werden die SPD-Politikerinnen Ute Kumpf und Nicolette Kressl den Mädchen auch Möglichkeiten aufzeigen, wie man bei der SPD-Fraktion eine Ausbildung oder ein Praktikum absolvieren kann. „Der Girls´ Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben“, zeigt sich Christoph Strässer überzeugt. „Und wer weiß? Vielleicht treffen wir schon in ein paar Jahren die Mädchen als Politikerinnen wieder.“