Christoph Strässer

15.02.2006

Hingehen statt Wegsehen

Gemeinsam rufen die Bundestagsabgeordneten Daniel Bahr (FDP), Ruprecht Polenz (CDU), Christoph Strässer (SPD) und Winfried Nachtwei (Bündnis 90/Die Grünen) dazu auf, am Samstag Gesicht zu zeigen und eine der Initiativen gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen zu unterstützen. „Münster hat keinen Platz für faschistisches Gedankengut und Neonazis. Münster wird zeigen, dass die rechten Demonstranten nicht erwünscht sind und seinem Ruf als Stadt des Friedens und der Toleranz gerecht werden. Wir rufen deshalb gemeinsam zum friedlichen Protest auf“, erklären die münsteraner Abgeordneten. Ob bei einer Teilnahme an einer der Kundgebungen gegen den Aufmarsch oder einfach durch das Herunterlassen der Rollläden – Protest ist auf vielfältige Weise möglich. Es hat sich ein breites gesellschaftliches Bündnis formiert, das Unterstützung verdient. „Aus rechtlicher Sicht kann der Aufmarsch nicht verboten werden. Aus politischer Sicht wollen wir jedoch ein Zeichen setzen für Menschlichkeit und Vielfalt und gegen Intoleranz“, so die Abgeordneten. Sie sind sich sicher, dass der braune Spuk der Rechtsextremisten am Samstag schnell vorbeigeht und die friedlichen Kundgebungen und das kulturelle Rahmenprogramm in der Innenstadt dominieren werden.