Christoph Strässer

08.11.2005

Erfolgreiche Arbeit des Landesbeauftragten Benelux muss fortgesetzt werden

Eine lange Geschichte von Erfolgen soll nach dem Willen der NRW-Landesregierung bald beendet werden. Denn CDU und FDP in Düsseldorf planen die Abschaffung des Landesbeauftragten NRW-Benelux zum Ende dieses Jahres, den es seit 1974 gibt. Prof. Dr. Friso Wielenga, der in dieser Funktion seit 2001 am Niederlande-Zentrum tätig ist, betonte in einem Gespräch mit den SPD-Abgeordneten Christoph Strässer MdB und Svenja Schulze MdL die Wichtigkeit seiner Arbeit. So stehe im Mittelpunkt die Kooperation der Hochschulen NRWs und derjenigen in den Nachbarstaaten. Dadurch sei es beispielsweise gelungen, niederländische Gastprofessuren in NRW zu etablieren und regelmäßig die Deutsch-Niederländischen Hochschultage zu organisieren. Diese hervorragende und wichtige Arbeit will die NRW-Landesregierung nun platt machen, empört sich Christoph Strässer. Gerade Münster habe durch das an der hiesigen Universität angesiedelte Zentrum für Niederlande-Studien profitiert und weit über die Stadt hinaus einen guten Ruf. Für gerade grotesk hält Svenja Schulze die Begründung der schwarz-gelben Pläne aus Düsseldorf. Hier wird der Wahlkampfslogan vom Bürokratieabbau missbraucht, um eine unverzichtbare Institution abzuschaffen, erklärt die münsteraner Landtagsabgeordnete. Dabei beliefe sich der Jahresetat auf vergleichsweise geringe 50.000 Euro. Dem gegenüber stehe eine vor allem ehrenamtliche Arbeit von immensem Wert. Schulze und Strässer fordern deshalb den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Sternberg auf, seinem Versprechen Taten folgen zu lassen und sich bei der Landesregierung für Möglichkeiten zur Fortsetzung der Arbeit einzusetzen. Sternberg steht hier im Wort, erklärt Schulze. Er muss jetzt seine Zusage einhalten und die Interessen Münsters und NRWs vor Parteidisziplin stellen.