Christoph Strässer

08.09.2005

Erneuerbare Energien sind Job-Motor

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist nicht nur das erfolgreichste CO2-Mindersungsinstrument gegen Klimawandel, sondern fördert auch Investitionen für eine aufstrebende Branche, die mehr als fünf Mrd. Euro in die deutsche Wirtschaft investiert und Arbeit schafft. Schon heute gibt sie 130.000 Menschen Beschäftigung. „Rund 15.000 Menschen verdienen alleine in NRW ihr Geld mit den Erneuerbaren Energien. Diese Arbeitsplätze gefährdet jetzt die CDU-Landesregierung, denn Rüttgers geht gegen die Windenergie vor“, kritisiert der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer vor 60 interessierten Zuhörern im Kolping Tagungshotel und fährt fort: „Unseren Weg weg vom Atom, hin zu den neuen Energien müssen wir weitergehen. Das ist die Zukunft des Energiemarktes. Die CDU-Pläne für eine Rückkehr zur Atomtechnik sind nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern gefährden auch hunderttausende Arbeitsplätze.“ Deutschland ist Vorbild bei der Förderung Erneuerbarer Energien und weltweit Spitze bei Windkraft und Solarenergie. 15 Länder der Europäischen Union haben das Erneuerbare-Energien-Gesetz als Vorbild für ihre Ökostromförderung übernommen. Die deutsche mittelständische Hersteller- und Zulieferindustrie kann davon profitieren. Auch Dr. Norbert Allnoch, Geschäftsführer des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien aus Münster, sieht weiter große Chancen in den Erneuerbaren Energien für die deutsche Wirtschaft. Seine Sorge ist, dass Deutschland sich nicht zu sehr an den klima- und umweltpolitischen Zielen festbeißen und dabei die industriepolitischen Ziele und deren Umsetzung vernachlässigen dürfe. Die Chancen stehen nicht schlecht: Während der Ölpreis weiter steigt, machen neue Techniken Erneuerbare Energien immer günstiger und wettbewerbsfähiger.