Christoph Strässer

17.08.2005

Mehr Schatten als Licht

„Dieses Schattenkabinett trägt seinen Namen zu Recht“ - Münsters SPD-Bundestagabgeordneter Christoph Strässer sieht mehr Schatten als Licht im so genannten „Kompetenzteam“, das die CDU/CSU am Mittwoch vorstellte. Er habe Respekt vor Paul Kirchhof. Aber zwischen dessen Konzepten und dem CDU/CSU-Wahlprogramm lägen Welten, so Strässer. Kirchhof habe den CDU-Plan einer Anhebung der Mehrwertsteuer mehrfach scharf kritisiert, weil davon gerade die Menschen mit niedrigen Einkommen am meisten betroffen seien. „Damit hat Kirchhof Recht. Ziemlich unglaubwürdig, wenn er jetzt auf einmal seine Meinung ändert.“ Auch die von der CDU geplanten Kindergrundfreibeträge lehne Kirchhof ab, weil sie nur gut verdienende Familien entlasten. Strässer: „Was gilt denn nun?“ Auch die anderen CDU/CSU-Kandidaten sind für Strässer keine Symbole des Aufbruchs. „Mit Schäubles Außenpolitik bleibt die CDU 1:1 auf Bush-Linie.“ Peter Müller sei in der Wirtschaftspolitik ein unbeschriebenes Blatt, genau wie Frau Hasselfeldt in der Verbraucher- und Umweltpolitik. Christoph Strässer: „Merz bleibt außen vor im Schmollwinkel, Stoiber will Merkels Wahlkampf weiter von aus Bayern sabotieren. Dieses Schattenkabinett wird nie das Licht der Welt erblicken!“