Christoph Strässer

11.08.2005

„Unerträgliche und inakzeptable Aussagen!“

Als „unerträglich und völlig inakzeptabel“ bezeichnet Münsters SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer die jüngst bekannt gewordenen Äußerungen von Edmund Stoiber. Die Beschimpfung der Bürgerinnen und Bürger in Ostdeutschland durch einen Spitzenpolitiker der CDU/ CSU sei eine erschreckende Entgleisung. „In seiner an Arroganz kaum zu übertreffenden Art betätigt sich der bayrische Ministerpräsident als Spalter Deutschlands. Damit zeigt sich: Edmund Stoiber ist nicht regierungsfähig.“ Stoibers Äußerungen, so Strässer weiter, offenbarten aber auch ein merkwürdiges und höchst fragwürdiges Demokratieverständnis: „In Stoibers Welt besitzt nicht jeder Bürger die gleichen Rechte. Nach seiner Logik dürfen nur die zufriedenen Wähler an die Wahlurne schreiten, während er den Unzufriedenen das urdemokratische freie Wahlrecht verwähren will.“ Die jetzt nachgeschobene Bemerkung des CSU-Ministerpräsidenten, dass es leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern gäbe, setzt nach Meinung Christoph Strässers „der gesamten Stoiber-Affäre die Krone auf“. Sie beweise, dass die Aussagen Stoibers kein Ausrutscher waren. Strässer: „Hier handelt jemand mit System. Wer alle Menschen außerhalb Bayerns für dumm hält, kann und darf Deutschland nicht regieren. Teilen Angela Merkel und die CDU Münster diese Äußerungen des CSU-Chefs?“