Christoph Strässer

11.05.2005

Folteropfern wird geholfen

Christoph Strässer, Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages und SPD-Abgeordneter für Münster, erlebte eine bewegende Führung. Denn er besuchte das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin, dass von dem ehemaligen Münsteraner Dr. Franz Janßen geleitet wird. Herr Janßen erklärte, welche menschlichen Schicksale bei ihnen zumeist behandelt werden. „Zu uns kommen Flüchtlinge, Kriegsopfer, so genannte Kindersoldaten, Opfer der DDR-Staatsicherheit. Sie wurden gefoltert, sind schwer traumatisiert, leiden unter ihren schrecklichen Erlebnissen. Zu uns kommen Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die nirgends sonst Hilfe bekommen.“ Strässer zeigte sich sehr beeindruckt von dem Einsatz der Mitarbeiter des Bahndlunszentrums. Trotz des absoluten Folterverbots in Art. 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird in über 130 Ländern der Erde gefoltert. „Deshalb müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, um Folter weltweit zu verbieten und vor allem zu verhindern“, so Christoph Strässer. Die nationale deutsche sowie internationale Rechtslage sei diesbezüglich eindeutig und verbiete Folter ohne jegliche Einschränkung. Die Diskussion über die Erlaubnis von Folter in Extremsituationen ist für Strässer absolut inakzeptabel. „Wer Folter auch nur teilweise billigt, rüttelt an den Grundfesten der Menschlichkeit und des Demokratischen Rechtstaates.“ Am Schluss der Führung besichtigten Janssen und Strässer den Heilgarten des Behandlungszentrums, der den behandelten Menschen die Möglichkeit der Entspannung und Ruhe gibt.