Christoph Strässer

17.02.2005

Modernisierung der Spieleverordnung geplant

Christoph Strässer, SPD-Bundestagsabgeordneter, begrüßt das geplante Verbot so genannter Fun-Games. „Der deutsche Glücksspielmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert: neue erweiterte Spieleangebote und ein verändertes Spielverhalten prägen das Bild. Dagegen hat sich die Zahl der traditionellen Geldspielautomaten in den letzten Jahren von 220.000 auf unter 197.000 reduziert. Mit einer Novellierung der Spieleverordnung passen wir die fast 50 Jahre unverändert bestehende Rechtslage den neuen Gegebenheiten an“, erklärt Strässer. Neben neuen spielsuchtdämmenden Maßnahmen bei den traditionellen Geldspielautomaten richtet sich sein Hauptaugenmerk bei den anstehenden Änderungen der Spieleverordnung auf das bevorstehende Verbot der so genannten Fun-Games. Diese Spielgeräte basieren auf schnellen Spielabläufen, die in Verbindung mit hohen Einsätzen und scheinbar hohen Gewinnaussichten einen ausgesprochen hohen Spielanreiz bewirken. „Diese Geräte schießen in Spielhallen wie Pilze aus dem Boden und sind in hohem Maße suchtgefährdend – gerade auch für Jugendliche.“ Verluste von mehreren hundert Euro pro Stunde seien keine Seltenheit. Strässer fährt fort, dass „angesichts einer missbräuchlichen Entwicklung dieser Spielgeräte, die keinerlei gesetzlicher Beschränkung weder hinsichtlich des Einsatzes noch des Verlustes unterliegen, ein Verbot der Geräte angezeigt ist.“ Mit der neuen Verordnung werde eine unkontrollierte Fehlentwicklung der Vergangenheit korrigiert.