Christoph Strässer

20.10.2004

Münster zur lebenswertesten Stadt gewählt

Eine Goldmedaille bestätigt jetzt auch international: Münster ist eine der lebenswertesten Städte weltweit. Beim LivCom-Award 2004 in Niagara/Kanada setzte sich Münster – als einzige deutsche Großstadt im Finale – in seiner Klasse souverän durch. In einer feierlichen Zeremonie überreichte am Montagabend (18. Oktober, 23 Uhr Ortszeit, = 19. Oktober, 5 Uhr MEZ) Jury-Vorsitzender Gabe de Buysscher den Preis an Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann. „Dass Münster bei seiner Premiere im LivCom-Award so erfolgreich ist zeigt: Wir können uns auch im internationalen Vergleich sehen lassen mit unseren Konzepten in den Bereichen Stadtentwicklung, Umweltschutz und Grünflächenplanung“, zieht Tillmann nach dem Städte-Wettkampf stolz Bilanz. Vor allem Münsters Zukunftsplanung im Rahmen der zweijährigen Debatte zum integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept (ISM) fand das Interesse der Jury, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen unterstützt wird. In der Klasse der Städte mit 200 000 bis 750 000 Einwohnern trat Münster gegen sehr unterschiedliche Kontrahenten an: Bayamon/Puerto Rico, Changshu/China, Coventry/Großbritannien, Okayama/Japan, Poznan/Polen und Seattle/USA. Eine internationale Jury mit Fachleuten aus den Bereichen Landschaftsplanung und -architektur bewertete im Finale insgesamt 48 Städte aus 20 Ländern. Mit Film und Vortrag stellten sie sich nicht nur den Juroren vor, sondern auch den Vertretern der anderen Städte. Bewertet wurden Kategorien wie Umwelt und Landschaft, Bürgerbeteiligung, Bewahrung des historischen Erbes und eine nachhaltige Zukunftsplanung. „In den Präsentationen zeigte sich eine unglaubliche Dynamik in der Stadtentwicklung weltweit“, so Dr. Berthold Tillmann. Bot der Wettbewerb doch die Spannbreite vom 160-Seelen-Dorf Klietznick in Sachsen-Anhalt bis zur Millionenstadt Tshawne in Südafrika. Münster zeigte in seinem Beitrag eindrucksvoll, wie nur durch eine koordinierte und langfristige Planung scheinbare Selbstverständlichkeiten wie saubere Luft, Grünflächen und Erholungsanlagen, überschaubare Wohnviertel und umweltfreundliche Transportmittel erhalten und weiterentwickelt werden können. Exemplarisch stellte Dr. Tillmann unter anderem die Grünordnung, Münsters Aktivitäten im Klimaschutz und der Abfallentsorgung sowie erfolgreiche Aktionen aus der Bürgerbeteiligung vor. Er wurde dabei unterstützt von Heinrich Bruns, Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz, und Ute Kutschera, Redakteurin im Presseamt. Der LivCom-Award wird vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Internationalen Vereinigung der Gartenbauamtsleiter (IFPRA) getragen. Er findet jährlich statt und wird vom LivCom-Team in Großbritannien organisiert. Für den Award 2004 hatten sich über 400 Städte aus aller Welt beworben.