Christoph Strässer

05.06.2009

SPD-Abgeordnete stärken streikenden Erzieherinnen den Rücken

“Es passt nicht zusammen. Einerseits will man frühkindliche Bildung stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Andererseits mutet man denjenigen, die diese Arbeit leisten, gesundheitsbelastende Arbeitsbedingungen zu.” So begründen die Münsteraner SPD-Parlamentarier, die Landtagsabgeordneten Dr. Anna Boos und Svenja Schulze sowie der Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer ihre Solidarität mit den streikenden Erzieherinnen. Die SPD-Abgeordneten fordern zudem die Stadt Münster auf, ihre Drohung von arbeitsrechtlichen Maßnahmen gegenüber den streikenden Erzieherinnen „unverzüglich zurückzunehmen“. Auch wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise alle öffentlichen Arbeitgeber vor zusätzliche Probleme stellt, kann dies keine Begründung für den Druck sein, den der Arbeitgeber Stadt Münster auf seine streikenden Mitarbeiterinnen ausübt. „Es ist beschämend für unsere Stadt, dass die schwarz-gelbe Mehrheit zunächst die Einkommenssituation ihrer Erzieherinnen verschlechtert hat. Nun, da diese zumindest einen tariflichen Gesundheitsschutz verlangen, werden sie auch noch unter Druck gesetzt, ihr grundgesetzlich garantiertes Streikrecht nicht wahrzunehmen. "Wir fordern Oberbürgermeister Tillmann auf dafür zu sorgen, dass die Stadt Münster das Streikrecht ihrer Angestellten garantiert“, verlangen die SPD-Politiker in ihrer Solidaritätserklärung.